Das Astronomische Observatorium Andruschiwka „Juli-Morgen“ (ukrainischАндрушівська астрономічна обсерваторія «Липневий ранок», IAU-Code A50) befindet sich auf 240m Höhe[1] in Haltschyn bei Andruschiwka in der ukrainischen Oblast Schytomyr.
Das Observatorium Andruschiwka (2012)
Das Observatorium wurde zwischen 1998 und 2001 erbaut, die Eröffnung fand am 12. April 2001 statt. Geleitet wird die private Sternwarte von Jurij Iwaschtschenko (Юрій Миколайович Іващенко, * 1961). Sie ist Mitglied der Astronomischen Vereinigung der Ukraine.[2]
Das Observatorium besitzt ein Zeiss-600 60-cm-Cassegrain-Teleskop(D/f = 60/750cm). Der Spiegel wurde am Observatorium in Odessa und ein optischer Reduktionskorrektor im Arsenal-Werk in Kiew nach Zeichnungen des Hauptobservatoriums der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine hergestellt.[1]
Das Observatorium nutzt u.a. das Vilnius (UPXYZVS)-photometrische System (Filtergröße 35 × 35 × 15mm) zur Bestimmung der scheinbaren Helligkeit von Galaxien wie z.B. NGC 4624. Basierend auf den Standard-Bandpässen wurde ein eigenes Set aus Bandpassfiltern gefertigt und für die Methode evaluiert.[3]
Das Observatorium bei Nacht (2015)
Forschung
Im Mai und Juni 2004 wurden hier Untersuchungen des Kometenspektrums im sichtbaren Wellenlängenbereich vorgenommen. Am 14. Mai wurden dabei die Emissionslinien von C2, C3, CN, CH, NH2 und H2O+ entdeckt und ihre Intensitäten bestimmt.[4]
Die Hauptrichtung der Forschung im Observatorium ist die Entdeckung von Asteroiden.[2] Bis Juni 2018 wurden durch die Sternwarte über 120 Asteroiden entdeckt, darunter:[5]
Andruschiwka; auf ua.igotoworld.com abgerufen am 12. September 2018 (ukrainisch)
V. Andruk, G. Butenko, O. Gerashchenko, Yu. Ivashchenko, G. Kovalchuk, V. Lokot', V. Samoylov: Realization of the Vilnius photometric system for CCD-observations of selected sky areas at the Andrushivka Astronomical Observatory. Кинематика и физика небесных тел, Bd. 21, Nr. 5, 2005, S. 401–404 (online).
A. V. Ivanova, P. P. Korsun, S. A. Borisenko, Yu. N. Ivashchenko: Spectral studies of comet C/2001 Q4 (NEAT). In: Solar System Research. Vol. 47, 2013, S. 71–79 doi:10.1134/S0038094613010036.
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